Warum macht ihr das? Was habt ihr davon?

NaNoWriMo steht ganz im Zeichen der Macht der Frist, der deadline. Gebt jemandem ein Ziel und eine zielorientierte Gemeinde und es geschehen Wunder. Pasteten werden mit erstaunlicher Geschwindigkeit gegessen. Alfalfa wird wie nie zuvor geerntet. Und Romane werden in einem Monat geschrieben.

Ein Teil der Organisation NaNoWriMos geschieht einzig aus dem Grund, es zu schaffen, ein Buch zu schreiben. Wir lieben die kleinen Vorteile, die mit dem Autorendasein einhergehen. Für einen Monat des Jahres können wir stürmen und drängen, unsere Wohnung ins Chaos werfen und viel Kaffee zu seltsamen Stunden trinken. Und wir können all das laut tun, vor anderen Menschen. So
genug tuend es ist, tief in sich zu greifen und ein unerwartet passables Stück Kunst aus sich herauszuziehen, genauso (oder mehr) befriedigend ist es, in der Lage zu sein, diesen Prozess bei sozialen Zusammentreffen zu dramatisieren.

Aber das künstlerische Drama-Fenster ist beklagenswert kurz. Der andere Grund, warum wir NaNoWriMo machen ist, dass das Glühen, wenn man große, chaotische Kunst macht und anderen dabei zuzuschauen, große, chaotische Kunst zu machen, sehr lange anhält. Der Akt fortwährender Kreation macht bizarre, wundervolle Dinge mit euch. Es ändert die Art des Lesens. Und es ändert ein klein wenig das Bewusstsein über euer Selbst. Wir mögen das.