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About the author
Michael Mollroney
Novel: ROT (Roman ohne Titel)
Genre: Romance
29,286 words so far  

About Michael Mollroney

Location: Hamburg

Home Region:
Europe :: Germany & Austria

Age:49

Website: http://susanneschnitzler1.twoday.net

Favorite novels: Enchanted April, Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen, Jorian

Favorite writers: Austen, Dick, Gaiman, Finney, Scheja

Favorite music: Born to be wild ...

Non-noveling interests: Languages, History

Joined: Oktober 6, 2007

This Year: Official Participant

NaNoWriMo History:
'07 '08

NaNoWriMo posts: 13

NaNoWriMo buddies: 11

 

Synopsis: ROT (Roman ohne Titel)

Die Dolmetscherin Jutta Wagner nimmt einen ungewöhnlichen Auftrag an: Sie soll eine in Hamburg lebende Amerikanerin auf einer Kaffeefahrt begleiten. Auf dieser Fahrt trifft sie überraschend ihre erste große Liebe, Stefan Bern, wieder. Juttas Gefühle sind zwiespältig. Einerseits freut sie sich, ihn nach 40 Jahren wiederzusehen. Andererseits hat sie nicht vergessen, dass er sie wegen einer anderen sitzen gelassen hatte.

Excerpt: ROT (Roman ohne Titel)

Jutta bekam immer mal wieder ungewöhnliche Aufträge, die teilweise sogar ihre Abenteuerlust überstiegen. Deshalb überraschte diese Anfrage sie nicht weiter. Sie lachte laut auf, als sie daran dachte, dass ihre beiden Töchter mit diesem Auftrag wohl einverstanden sein würden. Sie erinnerte sich noch gut über ihre letzte Auseinandersetzung mit Martina.
Als hätte ihre Tochter nur auf ihr Stichwort gewartete, leuchtete ihre Nummer auf dem Telefondisplay auf.
„Hallo, Liebes. Wie geht es dir?" Jutta freute sich über jeden Anruf ihrer Kinder und war dankbar für das gute Verhältnis, das sie trotz gelegentlicher Reibereien immer noch hatten. In ihrem Bekanntenkreis war das durchaus nicht selbstverständlich gewesen.
„Gut, Mama." Martina klang frisch und ausgeruht. „Ich bin jetzt wieder zu Hause. Der Urlaub war herrlich."
„So entspannt hast du dich ja schon lange nicht mehr angehört", freute sich Jutta. „Was hältst du davon, wenn wir uns am Wochenende zum Kaffee treffen. Bei dir, oder bei mir?"
Martina lachte. „Mama, ich weiß nicht warum, aber diese Aufforderung klingt gerade irgendwie frivol. Hast du was angestellt?"
„Aber Liebes! Was könnte ich denn schon anstellen?", fragte Jutta ironisch. „Hast du mir nicht gerade erst mein biblisches Alter vorgeworfen?"
„Mama! Du hast doch wohl nicht schon wieder so einen verrückten Aufftrag angenommen?"
„Ich hatte noch nie verrückte Aufträge", protestierte Jutta lachend.
„Nein? Und was war mit diesem Geodingens da in Italien? Wenn ich mich richtig erinnere, bist du mit dem Kasper auf dem Vulkan herumgeklettert, nur um ein paar Sätze ins Deutsche zu dolmetschen!", rief Martina ihr in Erinnerung.
„Genau", bestätige Jutta. „Und du hattest die Freundlichkeit mir zu sagen, ich wäre für solche Experimente zu alt. Das war übrigens ein Geophysiker."
„Mama, das ist was für junge Leute. Wie kannst du in deinem Alter am Rande eines Vulkans herumkraxeln?"
„Martina, bitte. Ich bin gerade mal sechzig und topfit. Du kannst dich bei meiner nächsten Gurtprüfung davon überzeugen." Karate war seit ein paar Jahren Juttas Lieblingssport und sie war ziemlich stolz auf ihren grünen Gürtel. Allerdings sah sie die Sache mit den Prüfungen zum Leidwesen ihres Trainers nicht so eng. Er hätte sie gerne schon mit dem 3. Dan gesehen. Aber Jutta beharrte darauf, dass sie sich nichts beweisen musste. Allerdings waren die liebevollen Sticheleien ihrer Kinder wegen ihres Alters immer mal wieder ein Auslöser, es ihnen zu zeigen.
„Mit sechzig hat man einen Schreibtischjob. Mach doch lieber mehr Übersetzungen. Oder unterrichte, das kannst du doch auch gut."
„Schatz, ich habe andere Pläne. Mein Vorbild ist immer noch die alte Dame, die mit achtzig in Chartre draußen auf der Kathedrale spazierenging. Und die hatte sogar einen Krückstock. Also, bitte ..."
„Ach, komm. Lass uns nicht streiten. Bleibt es bei deinem Angebot zum Kaffee?"
„Natürlich! Komm doch am Wochenende rüber. Ich habe Zeit und werde nichts Neues mehr annehmen."
„Fein, ich freue mich drauf. Ich habe dich lieb."
„Ich dich auch, Kleine."
„Nenn mich nicht immer Kleine."
„Nenn mich nicht immer alt."

Beschwingt machte Jutta sich an die Kalkulation für die Amerikanerin. Meine Kinder sind an den fast vierzig Jahren Ehe das Beste, dachte sie nicht zum ersten Mal und schickte ihr Angebot in den Äther.

Michael Mollroney's Writing Buddies

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