Genre: Fantasy
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Synopsis: Wie Hund und Katze
Den rote Faden durch diesen Roman stellt eine mit tragischen Elementen versehene Erzählung einer Liebesbeziehung zwischen einem in einem katholischen Internat versteckten Priesterkind und einer jungen Hexe aus einer örtlichen Wicca Gemeinschaft dar. Beide haben nicht nur aufgrund ihrer religiösen Sozialisation unterschiedliche Weltbilder, sondern bringen jeweils einen dunklen Schatten aus der Vergangenheit in das Beziehungsgeflecht ein. Zudem stellt sich im späteren Verlauf der Handlung heraus, dass sie beide Chimären sind, tragischerweise jedoch Mischwesen aus von Alters her verfeindeten Clans.
Bereits der (Arbeits-)Titel „Wie Hund und Katze“ deutet an, dass diese Geschichte die Auseinandersetzung mit Gegensätzen und Überwindung von Vorurteilen thematisiert. Bereits das lokale Umfeld der Handlungen ist von diesen Unterschieden geprägt. Auf der einen Seite gibt es die idyllische Altstadt mit Fachwerkhäusern und engen Gassen, auf der anderen Seite die von der nahen Metropole stark geprägte Neustadt mit ihren noblen Einkaufspassagen und den versteckten Problemvierteln. Mitten in der konservativ geprägten Altstadt ist ein katholischen Internat in einem ehemaligen Augustinerkloster beheimat, dessen Ambiente an ehrwürdige Universitäten wie Oxford erinnert und dessen Alltag bis heute von den traditionellen Stundengebenten samt den gregorianischen Gesängen geprägt ist. Die „Internatis“, wie die Heimkinder von anderen Jugendlichen spöttisch genannt werden, haben ganz unterschiedliche biographische Hintergründe. Die einen kommen aus wohlhabenden Familien, die für ihren Kindern eine „bessere“ Schule gesucht haben. Die anderen sind Waisen, die schon von Kindesbeinen an im Internat aufgewachsen sind. Und dann gibt es noch die Priesterkinder, Gottes ungewollte Kinder, die man hinter den dicken Mauern des Klosters glaubt verstecken zu können.
Im großstädtisch-modernen Flair der Neustadt sorgt das „neue“ Gymnasium mit dem Mehrzweckgebäude aus den 80er stets für Schlagzeilen, wenn wieder einmal Drogen in den Schülertoiletten aufgefunden werden. Gewalt scheint dort in unterschiedlicher Form an der Tagesordnung zu sein und eines Tages begeht einer der Gymnasiasten einen Amoklauf. Zwei Wochen nach dem Schrecken muss der Schulalltag wieder anlaufen. Da die Schülerzahlen im katholischen Internat über die Jahre abgenommen haben, einigen sich die Direktoren der beiden sehr gegensätzlichen Schulen darauf, dass das Gymnasium aus der Neustadt für das restliche Schuljahr im Internat eine Bleibe findet. Neben dem Lehrkörper werden zwecks Raumaufteilung auch die Klassen beider Gymnasien zusammengelegt. Für die Internatsschüler wird das Lernen in den gewohnten Kleingruppen unterbrochen und sie lernen zum ersten Mal die Klassenstärke des kommunalen Bildungswesen kennen.
An dieser Stelle steigt das erste Kapitel der Geschichte ein, die detaillierten Hintergründe des Zusammenlegens der beiden Schulbetriebe werden zunächst nur angedeutet und erst nach und nach thematisiert. Im ersten Kapitel treffen auch die beiden Hauptcharaktere aufeinander, die gegensätzlicher kaum sein können.
Die Geschichte wird innenperspektivisch aber zugleich retrospektiv aus Sicht des Protagonisten geschildert, einem Schüler aus einem katholischen Internat. Der Junge ist von Kindesbeinen an als eines der geheimen Priesterkinder in diesem Internat aufgewachsen und als Messdiener in der örtlichen Pfarrei engagiert.
Gleich in der ersten gemischten Mathematikstunde begegnet Apo einer Schülerin, die selbst unter den modisch gekleideten Neustädter Gymnasiasten auffallen muss: Badria Sonnenberg taucht verspätet im Unterrichtsraum auf. Nicht nur ihre Kleidung und ihre zu Dreadlocks verfilzten Haaren spiegeln den alternativen Lebensentwurf der Liebhaberin von Gothic-Musik wieder. Um ihren Hals trägt sie eine Kette mit einem Amulett, dass die ganze Aufmerksamkeit des Mathematiklehrers auf sich zieht. Apo, Badrias neuer Sitznachbar, deuten den Drudenfuß, ein auf dem Kopf stehendes Pentagramm, zunächst als satanistisches Zeichen. Damit wird bereits von Beginn der Begegnung an die Spannung zwischen den beiden Hauptakteuren geschaffen, die im Laufe der weiteren Handlung zwischen den Charakteren immer wieder durch Missverständnisse oder Unkenntnisse über die Materie des anderen zum Ausdruck kommt. Dennoch entwickelt sich zunächst eine Freundschaft und später auch eine tiefe Beziehung zwischen den beiden. Apo ist von Badrias Fremdartigkeit und rebellischer Ader fasziniert.
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