Genre: Mystery & Suspense
About esda
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Non-noveling interests: Manga (esp. From Eroica With Love), Comics (Tintin), Anime, Yaoi, Slash, drawing
Joined date: October 6, 2005
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'05
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Ein Stückchen Ewigkeit
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Er hatte es schon seit Tagen gespürt. Oder Wochen? Er wusste es nicht. Er hatte schon vor langer Zeit sein Gespür *für* die Zeit verloren. Er hatte gespürt, dass wieder Leben im Haus war. Tagsüber. Tagsüber, wenn sein Bewusstsein schlief und nur das Unterbewusstsein es wahrnahm. Tagsüber, wenn es für einen seiner Art nicht schicklich war sich zu zeigen. Nicht gestattet. Gegen die Regeln. Aber wer macht schon die Regeln, die Gesetze? Er wusste es nicht. Hatte er es je gewusst?
Wie viel Zeit wohl inzwischen vergangen sein mochte? Hatte er wieder geschlafen? Immer, wenn kein Leben im Haus war, schien er zu “schlafen”.
In den letzten Tagen... Wochen... hatte sich das Haus verändert. Er hatte nachts Wanderungen durch die Gemäuer unternommen, nur um jedesmal wieder etwas Neues zu entdecken. Voller Wunder und Vorfreude hatte er gesehen, dass man die Villa wieder herrichtete. Ob dann bald Menschen einziehen würden? Ob wieder Leben in diese einsamen Mauern kam?
Leben... Oh, er sehnte sich sosehr danach diese Einsamkeit beenden, ihr entfliehen zu können.
Und diese Nacht war anders als die Nächte zuvor. Er spürte, dass noch jemand da war. Wusste nicht, wie er sich verhalten sollte, um ihn nicht gleich wieder zu verschrecken. Die Menschen schienen alle ganz schreckliche Angst vor ihm zu haben. Sah er so abstoßend, so schrecklich aus? Er wusste es nicht. Wusste nicht, ob sie ihn anders wahrnahmen, als er sich selbst.
Geräuschlos glitt er durch die geschlossene Tür ins Badezimmer im Parterre und betrachtete seine Reflektion im neuen Spiegel. Er sah aus, wie er immer aussah, schon seit Ewigkeiten, wie es ihm schien. Und bevor er zu dem geworden war, was er nun war, hatte auch nie jemand Angst vor ihm gehabt, denn er sah harmlos aus und war es ja auch. Aber trotzdem schien er die Menschen nun zu ängstigen...
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