Beim zweiten Mal wird alles anders..
Wie soll ich denn den Grund für diesen Thread beschreiben...einige wissen, letztes Jahr kam NaNoWriMo in meinen Alltag wie ein Wirbelsturm und hat wirklich alles verändert, was man in einem Monat verändern kann - und vielleicht, weil es so eine neue Erfahrung war, hat bei mir alles von vorne bis hinten geklappt. Ich hatte mein Pensum von 1667, irgendwann schraubte ich das auf 2000 hoch, es gab Tage, da habe urden 2500 Wörter geschrieben, und mehr.
Es war ein Rausch. Es war neu.
Und genau deswegen spüre ich seit Wochen diese Nervosität an mir hochkrabbeln, daß es dieses Jahr nicht klappen wird, da die Spontaneität fehlt - wie bei einem Konzert, bei dem man steif und fest erwartet, daß es absolut brilliant wird, und dann wird man enttäuscht. Dieses Jahr steht sogar so etwas ähnliches wie ein Plan an, ich mache mir zwar immer noch keine Notizen (Notizen bei mir = Unglück) aber...die Spannung in der Luft ist anders. Es ist eine erwartungsvolle Spannung.
Was, wenn ich so erwarte, daß es klappt, daß es dieses Jahr letztendlich nicht klappt? Versteht ihr, was ich meine? Letztes Jahr hab ich einfach aus purer Lust geschrieben, weil es plötzlich eine Möglichkeit gab. Aber sobald man so etwas das zweite Mal macht, stellen sich Zwänge ein. Vielleicht geb ich diesen Roman ja schon nach 10.000 Wörtern auf.
Ich wollte nur wissen, ob es Leuten ähnlich geht, und was man gegen solchen Pessimismus macht :)
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Love me, because love doesn't exist, and I have tried everything that does.
~ Jonathan Safran Foer, Everything is Illuminated




50,133 / 50,000
Oct 15, 2008 - 09 08
ich kann dich sehr gut verstehen! Für mich war es letztes Jahr auch das erste Mal und auch bei mir ist alles gelaufen wie ein Länderspiel. Tagespensum jeden Tag erreicht und am 26. November über die Ziellinie geglitten.
Und dieses Jahr?
Meine Storyidee ist gut und ich freue mich tierisch drauf sie zu Papier zu bringen, aber ich merke auch, dass ich nicht ganz so enthusiastisch bin wie letztes Jahr. Denn ich muss ja keinem (und mir selber) mehr zeigen, dass ich es kann. Das hab ich ja letztes Jahr schon bewiesen.
Ich weiß noch nicht genau, wie ich das ändern kann, aber ich hoffe, dass es am 1. einfach von selber verschwindet :D
25,539 / 50,000
Oct 15, 2008 - 09 35
Das Gefühl kenne ich. Im ersten Jahr ca. eine Woche vor Start vom NaNo erfahren, einen grausigen Text mit gut 50k hingelegt und wirklich stolz auf die Leistung gewesen. Der Rausch war da, ich hab geschrieben, was die Tasten hergaben, war bei meiner Schwester und hab in ihrem Restaurant am Tresen gesessen, nicht ansprechbar, geschrieben, geschrieben, geschreiben ...
Im zweiten Jahr war nach ca 15k Schluss. Meine Idee gefiel mir noch immer, aber meine Ausführung nicht. Und hey, ich hab es schon einmal geschafft, warum dann noch mal? Was beweist mir das? Dass ich noch einen schlechten Text schreiben kann?
Drittes Jahr. Ich entscheide mich, einen sinnlosen, aber theoretisch durchaus umfangreichen Plot zu Papier zu bringen. Und scheitere noch schneller. Meine Figuren schwafeln, reisen herum, verlieren ihr Ziel aus den Augen (war da überhaupt mal eines?).
Viertes Jahr. Ich habe eine Idee, plotte, bin euphorisch - und schmeiße am 30. meinen kompletten Plan um, um etwas völlig anderes zu schreiben. Schreibe mir ein Erlebnis von der Seele, tobe mich aus. Gebe bei 35k wieder fast auf, werde vom Forum motiviert und getreten und erreiche am 30. um 22:47h das Ziel. Uffz. Und da ist es wieder: Das Gefühl, etwas Unglaubliches geleistet zu haben.
Dieses Jahr: Ich habe eine Idee, fast schon einen Plot, ich bastle Figuren und Szenen und bereite mich vor. Ich. Mich. Vorbereiten. Quatsch! Angst: Dass ich am 01.11.2008 um 00:01h plötzlich blockiert bin. Nervös: Tierisch, weil ich keine Ahnung habe, wohin es geht, weil ich meine Figuren, meine Welt, meine Handlung noch kaum kenne. Aber: Auch Vorfreude und Spannung. Es geht wieder los! Und ich will zum dritten Mal das Gefühl, es geschafft zu haben. Ja!
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live, dance & chaos
112,894 / 50,000
Oct 15, 2008 - 18 02
Nervös, ängstlich? Mag schon sein. Aber das Gefühl hatte ich vor jedem Marathon. (Ok, sind nur 42k aber dennoch waren sie immer wieder eine Herausforderung). Beim Schreiben ist das nicht viel anders. Manche kommen die Minuten vor dem Start nicht mehr von der Toilette vor lauter Nervosität (ging mir glücklicherweise nie so). Manche quatschen noch mehr als sonst (wenn das überhaupt möglich nist, gilt dies für mich mit Sicherheit) andere sind stumm und insichgekehrt, als handele es sich bei einem Marathonlauf um eine meditative Übung – und einige erreichen auch nie das Ziel, andere, wenn die Sonne schon unterzugehen droht (also aus der Sicht von uns Läufern gesehen, sie selbst meinen sogar „gelaufen“ zu sein während wir uns fragen, was sie eigentlich den ganzen Tag auf der Strecke getrieben haben – Blümchen zählen).
Die Ente hat es in einem Beitrag deutlich gemacht: man muß die richtige Einstellung haben, und derer gibt es nur zwei, die zum Erfolg führen: entweder man liebt es zu gewinnen, dann walzt man alles platt, was sich einem in den Weg stellt, oder man haßt es zu verlieren, dann rennt (oder schreibt) man eben weiter, selbst wenn man an Hacke oder Zeigefinger Blasen hat.
Der Rest ist nur Ausrede, und die mag bis zum 1. November gelten, nach dem Startschuss gibt es nur eines: das Ziel.
Basta!
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Die Realität eines Objekts ist die Subjektivität seines Da-Seins im SEIN .
112,894 / 50,000
Oct 16, 2008 - 12 06
Zur Frage: wie bereitet ihr euch vor ? und gleichzeitig zur Frage nach der Nervosität hätte ich einen guten Tip. Schlafen und Träumen.
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Die Realität eines Objekts ist die Subjektivität seines Da-Seins im SEIN .
73,139 / 50,000
Oct 16, 2008 - 06 52
Ich wollte nur wissen, ob es Leuten ähnlich geht, und was man gegen solchen Pessimismus macht :)
Ich hatte im zweiten Jahr eine ziemliche Nano-Depression.
Ich bekam diese Glorie und dieses Einmalige vom ersten Mal nicht wieder hin. Zudem hatte ich einen Roman, der von Seite zu Seite immer schlimmer wurde.
Ich konnte zwar immer noch, wie im ersten Jahr, schreiben wie der Teufel und war wieder lange vor Schluss fertig (mit dem Wordcount, nicht mit der Geschichte), aber das machte alles weniger Spaß, als beim ersten Nano.
Und ich fürchte, auch deshalb, weil ich unbedingt auf derselben Schiene weiter machen wollte, wie das erste Jahr. Ich konnte bislang keine Beziehungskisten schreiben (wollte ich auch nie, mache ich auch jetzt nicht mehr) und dann wars plötzlich ein Erfolg 2004. Also für 2005 nochmal: gleiches Thema, andere Darsteller.
Das war ein Schuss in den Ofen :-))
Ich glaube, 2005 ging mir erst richtig auf, für was und für wen ich das alles auf mich nehme im November :-)
Gewinnen ist eins, aber mit Freude erfolgreich etwas schönes zu schaffen, etwas ganz anderes.
Aber zurück zur Depression:
aufgeben kam für mich einfach nicht in Frage. Ich habe mir dann gesagt, diese Suppe mit der "Hühnersuppe" hast du dir eingebrockt, also löffel sie jetzt auch aus. Bis zur Neige! Dass du bei Nano alle 10K eine neue Geschichte versuchst, fangen wir gar nicht erst an! Daraus wird eine Unart, die du womöglich nie mehr los wirst!
Und dann habe ich mich motiviert, indem ich mir gesagt habe, dass das eben wie in der Schule ist, wenn man ein völlig bescheuertes Aufsatzthema bekommen hat. Diskutieren war da auch nicht drin. Schreib oder stirb! Augen zu und durch! Auch wenn es schmerzt.
Damals war gerade eine ganz tolle Clique im Forum unterwegs und wir hatten soviel Spaß, wie nie.
Das war ein völlig Verrückter Tanz auf dem Vulkan und ich habe mich schief gelacht. Auch viel über mich selbst ;-) Das hat auch sehr geholfen. Den Ernst in die Ecke zu stellen und das Beste aus allem machen, meine ich.
Und dann ist mir wenigstens noch ein klasse Schluss eingefallen, wo ein Hund ein Krankenhaus aufmischt.
Das ist dann wieder das Schöne an verkorksten Geschichten, man kann sie ohne Reue noch etwas mehr verschandeln, das fällt dann gar nicht mehr auf ;-)
Ja, so war das und seitdem hatte ich solche Probleme GsD nicht mehr.
Ob dir das Geschreibsel hier jetzt weiterhilft, weiß ich nicht ;-)
Ich weiß nur, dass ich nach Rainers Theorie jemand bin, der unbedingt gewinnen will UND nicht verlieren kann. Und aus einem dieser beiden Pole ziehe ich dann jeweils meine Motivation. Probleme niederrennen oder leiden und eisern durchhalten, bis die zusammengebissenen Zähne völlig im Kiefer verschwunden sind...Ha! das ist wohl auch der Grund, warum Enten keine Zähne HABEN ;-)
LG
Marion
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Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, dann gibt es keine Hoffnung für sie.
- Albert Einstein-
----------Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, dann gibt es keine Hoffnung für sie.
- Albert Einstein-
50,863 / 50,000
Oct 17, 2008 - 00 24
Und dieses Jahr?
Meine Storyidee ist gut und ich freue mich tierisch drauf sie zu Papier zu bringen, aber ich merke auch, dass ich nicht ganz so enthusiastisch bin wie letztes Jahr. Denn ich muss ja keinem (und mir selber) mehr zeigen, dass ich es kann. Das hab ich ja letztes Jahr schon bewiesen.
Ich weiß noch nicht genau, wie ich das ändern kann, aber ich hoffe, dass es am 1. einfach von selber verschwindet :D
Vielleicht ist es wichtig, es nciht einfach als Wiederholung zu sehen? Udn weiterzudenken?
Was ist denn aus euren erfolgreich auf 50k gebrachten ms geworden?
Für mich ist NaNo bloß der Monat, in dem ich mir gestatte, wirklich alles, was nicht überlebensnotwendig ist, beiseiite zu stellen und ENDLICH das zu tun, was ich eigentlich sowieso am liebsten das ganze Jahr über machen möchte: mich ganz aufs Schreiben zu konzentrieren.
UND: Was ich dabei schaffe, hat ein Ziel und einen Zweck darüberhinaus: Die Teile sollen irgendwann ausgehfein werden.
M.a.W. ich will nicht bloß die 50 k, sondern einmal einen Nano-Text schaffen, den ich veröffentlichen kann.
Wie icologne. :-)
Annemarie
----------ML Europe : Italy
ML Europe : Italy
75,257 / 50,000
Oct 24, 2008 - 07 29
Ich habe eure Beiträge überflogen, irgendwie habe ich gerade keine Ruhe, längere Beiträge zu lesen. Ich versuche, mich selbst kurz zu fassen, aber nervös bin ich garnicht *g*. Also wenn, dann nicht wegen Nano.
Ich versuche mir die Begeisterung des ersten Mals immer wieder dadurch wiederzuholen, indem ich mir zusätzliche Aufgaben stelle. Eine ist detaillierte Vorbereitung. Das habe ich schon letztes Jahr (mein 4. Mal gemacht). Dieses Jahr wieder, noch genauer, noch ausgefeilter. Dann habe ich mir ein höheres Ziel für dieses Jahr gesetzt (verrate aber nicht wieviel).
2006 habe ich unglaubliche 100.000 geschafft. Tag 1 - 20 50.000 Tag 20 - 30 nochmals 50.000. Dieses Mal will ich nicht auf 100.000 kommen, sondern weniger. Und ich möchte von Woche zu Woche das Tagesziel steigern. Außer in der 3. Woche, die immer schwierig ist.
Und da ich so viel dieses Mal vorbereite, schreibe ich an meiner Vorbereitung auch schoon diesen Monat auf ein tägliches Worteziel hin. Ich schreibe mich also schon warm. Keinen Text für meine Story, nur Vorbereitung, aber das recht ausführlich. Ich bin neugierig, wie das wird. Und die ersten 10 Tage im Dezember, will ich langsam "ausschreiben"... von einem Tag auf den andere völlig aufzuhören, das funktioniert nicht so gut.
----------Wir sind unser Niveau. Stil ist das Daheim. Immer.
Schorsch Kamerun
2008 Schattenlos
50,076 / 50,000
Oct 24, 2008 - 09 08
Ähem - ich muss mal doof fragen: Wäre letztes Jahr nicht dein 3. Mal gewesen, wenn du dich 2005 angemeldet hattest?
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----------Hat irgend jemand meine Prämisse gesehen?
Hat irgend jemand meine Prämisse gesehen?
50,104 / 50,000
Oct 27, 2008 - 12 43
Ich bin dieses Jahr zum ersten Mal dabei und ehrlich gesagt schon jetzt ziemlich aufgeregt...
Ich habe zwar schon ein wenig Schreiberfahrung, ich weiß allerdings noch nicht, wie ich unter Zeitdruck schreibe und habe auch keine Ahnung, wie ich mein Tagespensum an Wörtern schaffe, ohne gleichzeitig Schule und andere Verpflichtungen schleifen zu lassen.
Aber vielleicht habe ich ja Glück und der "Schreibwahn" erwischt mich auch sehr bald!
(Ich kann dann allerdings nur hoffen, dass meine Lehrer mich nicht beim Schreiben im Unterricht erwischen.)
14,587 / 50,000
Oct 27, 2008 - 13 07
Nervös? Ja, definitiv. Aber positiv nervös...
Bin kein großer Planer, wenn es um Storylines geht, ich schreib eigendlich meistens einfach drauf los, und ann läuft es. Für diese Story habe ich mir zwar schon einige Gedanken gemacht, die Hauptcharaktere stehen, aber wie ich mich kenne, wird das dann doch eh wieder alles anders werden (Firn, mein 2.MC hat mir vorgestern Nacht im Traum verraten, dass Rusco seinen Vater umgebracht hat, und dass müssen ich und Rusco jetzt erst mal verdauen). *gg*
Da dies mein erster NaNo ist, werd ich das einfach locker angehen, und zufrieden sein, wenn ich am Ende des Monats keinen Nervenzusammenbruch habe.
Unter Zeitdruck schreiben kann ich eigendlich recht gut, habe schon einige Fanfiction Serien geschrieben, während ich die ersten Kapitel schon gepostet habe, und da muss man sich auch ganz schön ranhalten um die Leser nicht hängen zu lassen.
Ansonsten sind große Tassen Tee eine tolle Erfindung.
Uns allen ein gutes Gelingen,
----------Zera
'For sale: Baby shoes, never worn.'
50,301 / 50,000
Oct 27, 2008 - 23 21
Ich finde die Hauptsache ist, dass man es locker sieht. Ich meine, Mal ehrlich, was kann denn schlimmsten Falls passieren? Das es nicht klappt. Tja und dann bleibte einem immer noch der nächste NaNo :)
Ich muss zugeben, dass es bei mir letztes Mal nicht funktioniert hat. Ich habe einfach drauf los geschrieben und nach drei Tagen war einfach Schluss. Ich könnte jetzt meine Diplomprüfung vorschieben, oder weiß nicht was anderes, aber das wäre glaub ich gemogelt. Es hat einfach nicht funktioniert. Ich hab mir das Zeug nochmal angeschaut, wirklich schlecht war es nicht, ... nur planlos.
Deshalb versuche ich dieses Mal einen anderen Ansatz. Wie yanafriedland stürze ich mich seit ein paar Wochen in die Vorbereitungen. Und es ist elektrisierend :D Ich habe meine Charaktere entwickelt und mich schon mit ihnen angefreundet. Das einzige was dann noch fehlt ist ein Plot, bzw. eine Idee für eine Geschichte. Dafür habe ich die Schneeflocken-Methode für mich entdeckt. Das heißt da ist schon so Einiges an dem ich mich festhalten kann, wenn es ganz Dicke kommt.
Ich kann mir vorstellen, dass sich noch eine Menge mehr innerer Druck anstaut, vor Allem, wenn man es schon einmal geschafft hat. Ich sehe das wie zeraparker, es ist eine Möglichkeit voller Potential, denn Schreiben ist das, was ich wirklich will, und ich denke ihr auch, sonst wärt ihr nicht hier. Deshalb hab ich mir vorgenommen, es gibt keinen Druck, es gibt nur Spaß :D
Ich drück euch Allen die Daumen!!
----------Möge der Spaß mit euch sein
lg
Jacky ;)
Schreibwerkstatt.de Word-War (23 Mitglieder)
621 / 50,000
Oct 27, 2008 - 23 42
Hallo Mermaid,
was ist denn, wenn Du es dieses Jahr nicht schaffst?
Fällt Dir der Himmel auf den Kopf?
Oder hat Deine Familie Dich dann nicht mehr lieb?
Bist Du dann enttäuscht? Und wenn ja, hast Du jemals eine Enttäuschung überlebt?
Liebe Grüße
Susa,
die gerade diese gespannte Erwartung liebt, weil sie so schönes Bauchkribbeln verursacht und den ganzen Körper in Bereitschaft versetzt.
112,894 / 50,000
Oct 28, 2008 - 02 43
Nervosität? Hätte sich eigentlich nicht melden sollen dieses Jahr. Zwar bin ich mit der Planung noch nicht ganz fertig, aber das ergibt sich schon noch. Der Rahmen der Geschichte steht, die Charakterskizzen der Figuren (immerhin 8 wichtige Mitspieler des Spiels) stehen, das worldbuilding ist abgeschlossen und bei den einzelnen Plotabschnitten beginnen sich jetzt auch jene Knotenpunkte zu melden, die ich brauche um die unterschiedlichen Intrigen der Geschichte sich entwickeln zu lassen. Alles gut also.
Nichts gut. Zwei meiner „Schreibfreundinnen“ haben plötzlich Probleme bekommen. Einer ist die geliebte Katz nach 14 Jahren plötzlich gestorben, was sie in eine Depression stürzt, bei der anderen haben sich am Wochenende Mann und Kind einen grippalen Infekt eingefangen, obgleich sie selbst auch angesteckt ist (aber was soll’s wie ich sage: Hausfrauen - egal welchen Geschlechts - haben nun mal kein Recht krank zu sein – und ich weiß wovon ich rede, hatte den Spaß selbst im letzten Dezember) und zu allem Überfluß kotzt meine Katze seit zwei Tagen fast regelmäßig ihr Essen aus.
Tja, auch böse Buben and grumpy old men können Sorgen haben, die sie nervös machen und pessimistisch in den November schauen lassen.
Ach ja, am Donnestag habe ich einen Zahnarzttermin. Reine Routine. Die letzte „reine Routine“ endete drei Monate später mit einer Wurzelresektion und einer Schraube, die die Ruine festhalten mußte, damit der Zahnarzt doch noch eine Krone drauf setzen konnte. Ob man dann noch von „Retten des Zahnes“ sprechen kann ist eine Frage der Definition. Natürlich habe ich manchmal den Eindruck dieses Gebilde wackele, was also Grund zu einer gewissen Nervosität ist.
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Die Realität eines Objekts ist die Subjektivität seines Da-Seins im SEIN .
70,267 / 50,000
Oct 28, 2008 - 12 01
Das Gefühl aus dem ersten Eintrag kenne ich sehr gut, so ging's mir 2006 vor meinem zweiten NaNo. Den ersten hab ich in einer totalen Spontanaktion mitgemacht, habe erst angefangen, als das schon vier Tage lief, und ich hab wirklich ohne jeden Plan drauflosgeschrieben. Das war einmalig.
Danach hatte ich dann ebenfalls Angst, diese Atmosphäre nicht mehr einfangen zu können. Gewissermaßen war das auch der Fall, muss ich zugeben. 2006 war kein besonders toller November für mich, aber das lag hauptsächlich an Überarbeitung im sonstigen Leben. Geschafft habe ich die 50k aber. Die Atmosphäre war anders, als ich ein Jahr hatte, mich darauf vorzubereiten - klar. 2007 war wieder anders, mit mehr Planung und irgendwie wieder besser. Die Vorfreude auf 2008 ist schon wieder eine andere Geschichte, da ich diesmal auch tatsächlich eine von vorne bis hinten lose durchgeplante Outline habe, und ich bin schon gespannt, wie es dieses Jahr ablaufen wird.
Kurz gesagt, für mich war bis jetzt jedes der drei Jahre anders :) Wäre ja langweilig, wenn das jedes Jahr die gleiche Leier wäre. 2006 habe ich angefangen, aktiv mit anderen WriMos zusammen zu schreiben, was dem November völlig neue Qualitäten und Motivation verlieh. Und auch wenn diese spontane, erfrischende Schreiberei aus 2005 nicht mehr vorherrscht - verloren habe ich sie aber bei weitem nicht - ist NaNoWriMo mittlerweile doch zu einem festen Bestandteil meines Jahres geworden und ich freue mich mindestens schon ab September wieder darauf, dass es losgeht. Herbstanfang = Bald ist NaNo OMG!! Es ist immer noch ein völlig verrückter Monat, in dem sich alles ums Schreiben dreht und ich glaube, diese Atmosphäre, wie alle WriMos zusammen versuchen, die 50k zu knacken, darüber jammern und jubeln, die Freude daran, wie die eigene Geschichte voranschreitet oder wenn man auch nach einem anstrengenden Tag eben doch noch seine 2k schreibt, diese Faszination werde ich so schnell nicht verlieren, glaube ich :)