Glowing Halo
Portrait de Rainer Kyster

About the author
Rainer Kyster
Novel: Elfrieda & Chantelle
Genre: Romance
112,894 words so far   Winner!

About Rainer Kyster

Location: Hamburg

Home Region:
Europe :: Germany & Austria

Age:63

Favorite novels: Immer jene, die ich gerade lese

Favorite writers: wieder nach Plotarbeit: Jane Rule, May Sarton, Katherine V. Forrest, Claire McNab und Nicole Conn

Favorite music: Klassik, Jazz aber am liebsten doch eher nächtliche Ruhe zwischen 3 und 6

Non-noveling interests: Fotografieren, Kochen, lange Spaziergänge

Joined: octobre 2, 2007

This Year: Official Participant

NaNoWriMo History:
'07

NaNoWriMo posts: 176

NaNoWriMo buddies: 10

 

Frenzis Ohrensessel.jpg
Excerpt: Elfrieda & Chantelle

Solveig - Elfrieda Krisensitzung
"Und du willst uns wirklich verlassen, du treulose Seele" sagte Solveig als sie von Elfriedas Idee hörte sich einen Job in Lüneburg zu suchen. "Und dann auch noch aufs Land ziehen, findest du das nicht etwas übertrieben?"
"Also nun mach aber mal einen Punkt, Lüneburg ist eine nette Kleinstadt, und kein Land."
"Ach ja, haben sie denn dort schon Fußwege? Das letzte Mal als ich da war hieß es noch "Am Sande" und ich dachte, daß sei weil es wenigstens in der Innenstadt befahrbare Wege und nicht nur schlammverdreckte Feldwege dort gäbe." Solveig lachte, begeistert über ihren eigenen Scherz. "Aber mal ehrlich Elfrieda, warum gleich Lüneburg, hättest du denn keinen Job hier finden können, nachdem du deinem Scheißboss in den Hintern getreten hast? Du hast ihm doch die Meinung gesagt, als du ihm erklärt hast, was für ein chauvinistisches Schwein der Kerl ist."
"Und mir dann eine noch schlechtere Beurteilung meiner Arbeit und Fähigkeiten abgeholt. Du spinnst wohl. Nein, du hättest natürlich dein Schandmaul nicht gehalten, aber dir ist es sowieso egal was die Leute von dir denken, aber ich muß sehen, wie ich eine Tochter durchbringe, da kann ich mir solche Extravaganzen einfach nicht leisten."
"Ist ja schon gut, ich sehe ja ein, daß du im recht bist. Aber warum gleich Lüneburg. Ich kenne doch ein Haufen Leute und irgendwo hätte ich sicher einen Job für dich gefunden."
"Nein, es ist nicht nur das. Es kommt eben eines zum anderen. Seit Björn weg ist, läuft alles irgendwie nicht richtig rund."
"Und als es noch da war, lief auch nichts rund." warf Solveig ein. "Schon vergessen, der Kerl ist schuld daran, daß deine vielversprechende Karriere in der Autobranche endete, hat dich mit seinen kindlichen Ideen zur Weißglut gebracht und dir beinahe Riseka entfremdet - also wenn du mich fragst ist dein Leben keinen Deut weniger chaotisch als meines, nur eben auf eine langweiligere Art und Weise. Aber das beantwortet immer noch nicht meine Frage: warum Lüneburg?"
"Aber das habe ich dir doch gesagt, weil Helga vielleicht einen Job für mich hat. Du erinnerst dich doch noch an Helga."
"Natürlich erinnere ich mich an meine Konkurrentin um deine Gunst. War das nicht die mit den Übergrößen?"
"Sehr witzig, sehr witzig. Kann ja nicht jede so ein freak sein, wie du."
"Sag nichts, das bin ich meinem Ruf schuldig. Mein Erfolg beruht darauf, daß ich trotz unseres fortgeschrittenen Alters immer noch sportlich bin ..."
"... und dich da rumtreibst, wo sich junge Frauen rumtreiben, die sportlich und schlank bleiben wollen".
"Das war jetzt aber nicht fair, Schwester."
"Tut mir leid, war nicht so gemeint."
"War es doch, aber das macht nichts, ich kann es verschmerzen, noch dazu wo es und direkt zum eigentlichen Punkt bringt, wenn du mich fragst."
"Ich weiß nicht, was du meinst.
"Natürlich weißt du es. Ich rede von Chantelle. Sag nur Chantelle spielt keine Rolle bei deinem Entschluß. Die Kleine wird tagelang nichts essen, wenn du gehst, glaub mir. Danach paßt sie in Kindergrößen und sieht noch süßer aus als sowieso schon."
"Was soll das Gerede? Manchmal wünsche ich mir Rosalinde hätte dir in der Kindheit den Mund mit grüner Seife ausgewaschen."
"Danke, das hätte sie wirklich manchmal gern getan, wenn sie denn Zeit gehabt hätte und zufällig in der gleichen Stadt gewesen wäre in der ich war, obgleich ich vorsichtishalber die Stadt nicht verlassen habe, damit wir uns nicht verpassen, wenn sie mal zu Hause vorbeizuschauen geruhte. Aber mal ehrlich. Chantelle ist doch Feuer und Flamme für dich. Das muß dir doch aufgefallen sein."
"Natürlich. Und irgendwie hast du sogar recht, wenn ich die Gelegenheit nutze nach Lüneburg zu ziehen, dann geschieht es sicher auch bis zu einem gewissen Grad wegen ihr. Aber der Hauptgrund ist einmal, daß es dort vielleicht einen Job gibt, der nächste Grund ist die Wohnung, die ich mit Sicherheit nur so lange bezahlen kann, bis mein befristeter Mietvertrag ausläuft, weil sie in den nächsten Wochen meine Wohnung von Grund auf renovieren lassen wollen, und ist natürlich Riseka, die nicht nach wenigen Monaten in der Schule vielleicht wieder in eine neue Schule kommen sollte. Das fände ich nicht gut."
"Und Chantelle spielt keine Rolle, du Herzlose?"
"Natürlich spielt sie eine Rolle, sogar eine wichtige Rolle. Ich sehe schon, was mit ihr los ist, aber ich bin nun einmal nicht an euch interessiert, du mußt das doch am besten wissen."
"Du hast es ja noch nie probiert?"
"Du hast vielleicht vergessen, daß ich verheiratet war und eine viereinhalbjährige Tochter habe. Sagt dir das vielleicht etwas?"
"Klar," erwiderte Solveig trocken "daß du auf einen tryghedsnarkoman hereingefallen bist, der dich sicherheitshalber sofort geschwängert hat, was auch geklappt hätte, wenn er nur nicht vergessen hätte, daß er schon mal vor Jahren in Vegas eine Tussie geheiratet hat, die rechtzeitig die Kurve gekratzt hat, und was Riseka angeht habe ich noch nie davon gehört, daß weibliche Homosexualität dazu führt, daß man nicht mehr empfängninsfähig sein sollte. Vielleicht solltest du es des Spaßes halber einfach mal versuchen?"
"Du meinst wie mit dem ersten und einzige Joint, den du mir aufgezwungen hast?"
"Nein, ich bin doch nicht lebensmüde. Ich dachte schon eher an Chantelle als an mich selbst, ich habe meine Lektion gelernt, und eine zweiter Niederlage in so kurzer Zeit, daß würde mein Selbstbewußtsein ja wirklich einen schweren Knacks versetzen."
"Also das meinst du doch jetzt hoffentlich nicht ernst" Eflrieda war ehrlich böse.
"Na vielleicht kannst du es ja auf andere Weise versuchen herauszufinden?"
"Ach, gibt es sogar im Rotlichtmilieu spezialisierte Angebote?"
"Keine Ahnung, ich hatte es bisher noch nie nötig, das herauszufinden, ich dachte wirklich ganz praktisch."
"Verschon mich mit deinen Tips, ja einverstanden. Was immer dir einfällt kann nur in einer Katastrophe enden."
"Okay, okay, war ja nur so eine Idee. Vergiß es, selbst wenn es da nichts zu vergessen gibt. Aber du mußt zugeben, daß du der Kleinen das Herz brichst."
"Und gerade deswegen muß es jetzt sein. Stell dir doch mal vor, wir würden so weitermachen. Das würde doch nur noch viel schlimmer für sie. Sie ist nicht so ruppig wie du. Du steckst eine Enttäuschung weg, wie nichts, zumindest tust du so, aber Chantelle fürchte ich würde wirklich leiden, und dafür habe ich sie einfach zu gern, als daß ich der Grund ihres Kummers sein wollte."

Rainer Kyster's Writing Buddies

Glowing Halo
Zette
Winner!
130,110 / 50,000
Mandarinente Winner!
73,139 / 50,000
Michael Mollroney
10,038 / 50,000
Koboldkind Winner!
50,151 / 50,000
Lumnia Winner!
50,106 / 50,000
Catastrophe Winner!
52,040 / 50,000
chaosqueen
25,539 / 50,000
Patfoot
33,533 / 50,000
Mimiyu
19,469 / 50,000
Glowing Halo
glasperlenraum

20,123 / 50,000


Accueil :: A Propos :: Écrivains :: My NaNoWriMo :: FAQs :: Pour s'amuser :: Donation/Magasin :: Forums :: Programmes
Politique de confidentialité :: Privacy Policy :: Énoncé et conditions :: Politique de reprises :: Terms and Conditions :: Codes of Conduct :: Returns Policy

Copyright © 2008 The Office of Letters and Light :: All posted novel excerpts remain copyright their authors.
Powered by Drupal