Genre: Mystery & Suspense
About Keri
Location: Germany
Home Region:
Europe :: Germany & Austria
Age:25
Website: http://www.kerimaya.de
Favorite novels: Stadt der träumenden Bücher, Medicus, Umarmung des Todes
Favorite writers: Terry Prattchet, Neil Gaiman, Stephen King, Anne-Marie Villefranche, Goethe
Favorite music: Filk, Folk, Metall, Klassik
Non-noveling interests: Reading, Writing, Drawing,Chatting, Friends, Cinema, RPG, Manga, Badfics
Joined date: octobre 3, 2004
Years done NaNoWriMo:
'04 | '05 | '06
Years won NaNoWriMo:
'04 | '05 | '06
NaNoWriMo posts: 11
NaNoWriMo buddies: 12
Grenzgänger
an excerpt
Nach dem Besuch in der Disco hatte Feng mich an meinem Auto abgesetzt und war zurück ins Büro gegangen. Ich war direkt nach Hause gefahren und hatte – trotz des Kratzgeräusches in der Wand, das unermüdlich weitergegangen war – noch einige Stunden schlafen können.
Vielleicht wären es auch einige Stunden mehr geworden, wenn mich nicht um acht Uhr morgens das Telefon aus dem Bett geklingelt hätte.
Noch auf dem Weg ins Wohnzimmer, fluchte ich und schwor mir, von diesem altmodischen Kabelding auf ein schnurloses Telefon umzusteigen. So etwas benutzte heute ohnehin niemand mehr.
„Feline!“
Ich war augenblicklich wach, als meine Mutter mir ins Ohr brüllte. Nicht, weil sie wütend gewesen wäre – sie schien nur der Meinung zu sein, dass man in ein Telefon besonders laut sprechen musste. Immerhin galt es ja die Strecke von knapp fünfzig Kilometern zu bewältigen.
„Mama, schrei nicht so“, brummte ich und starrte das Telefon an, als wäre das Gesicht meiner Mutter darauf abgebildet.
Tatsächlich wurde der Pegel leiser. Unwillkürlich musste ich lächeln, als ich mir vorstellte, wie meine Mutter sich bemühte, die Lautstärke zu dämpfen und gleichzeitig laut genug zu sprechen, dass ich sie verstand. In diesem Augenblick hatte ich furchtbare Sehnsucht nach ihr. Vielleicht, weil die letzte Nacht so einiges auf den Kopf gestellt hatte.
So einiges? Ach was, alles!
In diesem Moment wurde mir erst wirklich klar, war eigentlich passiert war. Ich hatte gestern mit einem Drachen gesprochen. Ich hatte von einem Elfen eine Einladung bekommen, für ihn zu arbeiten. Ich…
Ich musste mich setzen.
„Schon gut, sei nicht gleich so“, erwiderte meine Mutter derweil. Ich schloss die Augen. „Warum rufst du an?“, tastete ich mich vor. Am liebsten hätte ich ihr alle Fragen die ich hatte gleichzeitig gestellt, aber irgendwas hielt mich zurück.
„Ich wollte dich fragen, wie es gestern war?“
„Gut.“
„Nur gut?“
„Mama ich…kann ich vorbeikommen?“
„Natürlich.“


add as buddy
send NaNoMail
visit website