Portrait de Koboldkind

About the author
Koboldkind
Novel: Die Geschichte der El 6
Genre: Fantasy
50,151 words so far   Winner!

About Koboldkind

Location: Frankfurt am Main, Germany

Home Region:
Europe :: Germany & Austria

Age:21

Favorite novels: Die Wächter-Serie, Käpt´n Blaubär, Scheibenwelt

Favorite writers: Terry Pratchett, Sergej Lukianenko, Walter Moers

Favorite music: Yann Tiersen und anderes ruhiges

Non-noveling interests: Mittelalter, Mangas, Kunst und Geschichte

Joined: octobre 9, 2008

This Year: Official Participant

NaNoWriMo History:

NaNoWriMo posts: 100

NaNoWriMo buddies: 5

 

Brief Author Bio:

Mein erstes NaNo, meine erste wirklich geschriebene größere Geschichte, mein erstes Jahr, in dem ich eigentlich wirklich schreibe. Dank schreibinspirierender Freunde und der Schreibwerkstatt habe ich es geschafft, erstmal Kurzgeschichten und an einer längeren Zusammenarbeit zu schreiben. Das NaNo wird meinen Traum von dem Konservieren meiner Geschichten endlich halbwegs realisieren.

Synopsis: Die Geschichte der El 6

Ein fiktives Mittelalter, eine Spielmannsgruppe - oder sollte man sagen -frauen - landet zum Frühlingsfest in Burg Adama. Hier treffen sich Lilith, die Tänzerin, und David, der Bote. Und wechseln kein Wort miteinander.
Aber etwas zwischen ihnen beunruhigt wohl die Engel und Teufel, denn auf einmal erscheinen sie und behaupten, die beiden wären "Die Kinder", das eine Halb Teufel und Mensch und das andere Halb Engel und Naturgeist. Sie beide sind dazu bestimmt, in dem Jahtausende andauernden Krieg zwischen Michaels Heer und Luzifels Familie die Entscheidung herbeizuführen.
Aber anscheinend hat noch jemand andere Pläne mit ihnen...

Excerpt: Die Geschichte der El 6

„Eine Pause, bitte, nur eine Stunde Schlaf... und Essen und Trinken, bitte. El, ich flehe dich an, lass mich doch bald einen warmen, sicheren Platz finden, bitte. Ich will nicht, ich kann nicht mehr, oh El, bitte, bitte...“
Ihr Flehen wird deutlicher. Die Gedanken werden stärker und die Flüchtende sich ihrer Situation leider bewusst. Gerade muss sie schon den Kloß im Hals runter schlucken, da bemerkt sie etwas im Augenwinkel. Lilith kann sich jetzt nicht erinnern, dass hier in der Nähe ein Dorf liegt, aber sie hat sowieso schon fast völlig die Orientierung verloren. Dort, auf dem oberen Hang einer Wiese zwischen den weit auseinander stehenden Bäumen, erkennt sie die Steinfassade einer Kapelle.
Eine Kapelle... Sicherheit? Oder rennt sie da selbst in die Falle?
Unschlüssig steht Lilith unten am Hang, sieht sich das ferne Gebäude an, welches sie kaum entdeckt hätte. Sie steig hinauf.
Nur in dieser Richtung hat sie die Kapelle gesehen, überall woanders stehen Brombeerbüsche, tief hängende Laubbäume und dichtes, austreibendes Unterholz. Hinter dieser natürlichen Mauer steht das Mädchen im Nieselregen auf einer nassen Wiese. Obstbäume lassen das Wasser in dicken Tropfen auf ihre Kopfhaut fallen. In ihren dünnen Tanzklamotten fröstelnd sieht sie sich um. Tatsächlich. Wo sie hinschaut grenzt Dickicht diese Lichtung im dicksten Urwald von unkundigen Blicken und ungebetenen Gästen ab. Aber sie hat es doch gefunden. Ist das in Ordnung? Wenn hier jemand nicht gefunden werden will, was kommt dann für sie dabei raus?
Sie sieht hinauf. Findlinge in der Größe von Tischplatten bis Heuwagen liegen hier verstreut, kleinere direkt neben ihr, eine Sammlung größerer ist hinter dem Gebäude zu erkennen. Auf einem Plateau unterhalb der von Kiefern bewachsenen Hügelkuppe ist die gedrungene Steinkapelle gebaut. Eine Kiefer als Dreh- und Angelpunkt lehnt auf der rechten Seite der Kapelle, ein Wohnhaus aus Lehm und Holz schließt direkt daran an und umschließt so den Baum. Etwas unterhalb des Hanges liegen Gemüsebeete, erste Pflanzenspitzen schauen aus der Erde. Ein Bach ist durch das Rauschen des Wetters und der Bäume in der Nähe hindurch zu hören. Nasse Amseln flattern weg, als Lilith die Tiere aus Versehen aufscheucht. Die tagaktiven, sonst ohrenbetäubenden Vögel haben sich vor dem Wasser versteckt.
Diese unwirkliche Idylle von Nieselregenruhe auf einer Obstwiese beunruhigt Lilith. Sie verscheucht den Gedanken an eine Falle, denn das ist dann doch zu absurd, dass Eugen sich wegen ihr so viel Mühe macht. Das grenzt ja schon an Verfolgungswahn.
Da dies ein Hilfegesuch ist, geht die Hilfesuchende hoffnungsvolleren Schrittes an die leicht geöffnete Kapellentür mit dem eingeritzen Symbol El´s und will gerade anklopfen, da hört sie ein deutliches Pfeifen. Sie schreckt zusammen und sieht sich wild um. Das Pfeifen, die Melodie wird lauter... eine fröhliche Melodie?
Ihre Hand in der Luft erstarrt lauscht sie. Aus der Richtung hinter dem Wohnhaus kommt eine Person in einer grauen Kutte, ein... Mann, wie es scheint, zumindest der kurzen schwarzen Haare nach, das schöne Gesicht und die Statur könnten selbst aus der Nähe einer Frau zugeordnet werden. Leichten Fußes kommt die Kutte herbei geschlendert, ein Bündel Reisig umklammert. Sie... Er... Es wackelt mit den Kopf und macht einen letzten Hüpfer, um vor Lilith stehen zu bleiben. Sprach- und regungslos sieht sie die graue Kutte nur an. Eine Pause folgt, als die Person dann seinen Mund zu einem schiefen Grinsen verzieht, als es sich über die Skurillität dieses Momentes amüsiert. Seine Hand streckt es zur Tür und tippt sie auf, verschwindet wortlos in der Kapelle, aber immer noch pfeifend. Zu überrascht um irgendwas zu machen steht Lilith noch vor dem Gebäude. Und wie sie so im Nieselregen steht dreht die Kutte sich um und sieht sie fragend an.
„Was ist? Komm rein, mach die Tür zu und setzt dich“, fordert die angenehme Stimme sie auf und winkt Lilith herein. „Ich bring dir etwas zu Essen und trinken und eine Decke, dann kannst du dich hier ausruhen. Vor deinen Verfolgern bist du sicher, in diese Kapelle kommt nur, wer darum gebeten hat, ne.“ Grinsend zeigt sich der innere Zerfall des Mundes, aber es ändert nichts an dem Gefühl, dass jedes Wort absolut Freundlich gemeint ist.
„Du hast mich erwartet?“, fragt Lilith unsicher.
„Eigentlich erwarte ich jeden, aber sie kommt mir leider oft dazwischen, also erwarte ich vorrangig die, die nach mir rufen.“ Schulterzuckend wendet die Kutte sich zu der rechten Tür in der Kapelle, die zu dem Wohnhaus führt. Endlich bemerkt Lilith ihre erstarrte Hand und nimmt sie runter, um dann zögernd einzutreten.
„Du hast mich gehört?“
„El, ja“, sagt es leicht entnervt. „Ich hab da so meine Verbindungen, ne. Macht du jetzt die Tür zu, es ist hier schon so frisch genug.“
Von dem Ort und dieser unerwarteten Hilfe überrumpelt tritt Lilith wie magisch angezogen endlich richtig ein und schließt leise die Tür. Die graue Kutte verschwindet nebenan, sie hört Holzgekruschel und Geschirrgeklapper.

Koboldkind's Writing Buddies

David_Turman Winner!
70,007 / 50,000
vonHorst
11,683 / 50,000
Roca Winner!
50,958 / 50,000
Glowing Halo
Rainer Kyster
Winner!
112,894 / 50,000
Glowing Halo
Peggy
Winner!
51,000 / 50,000


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