About chaosqueenLocation: Kiel, Germany Home Region: Age:31 Website: http://chaosalive.blogspot.com/ Favorite novels: Die Mitte der Welt, Gefährliche Geliebte, Die Korrekturen, Schöne Verhältnisse, Drachenläufer ... Favorite writers: Haruki Murakami, Andreas Steinhoefel, Edward St Aubyn, ... Favorite music: Massive Attack, Sigur Ros, Loreena McKennitt, Nightwish, Within Temptation, Naked Raven, Chinchilla Green... Non-noveling interests: Diving, reading, photography... |
Joined: octobre 22, 2004 This Year: Official Participant NaNoWriMo History: NaNoWriMo posts: 115 NaNoWriMo buddies: 23
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Synopsis:
LARP - auch als Live Action Role Playing oder ganz einfach Live-Rollenspiel bekannt. Eine Gruppe junger Leute trifft sich in einem abgeschiedenen Wald, um mal wieder in die Welt der Imagination abzutauchen, ganz im Spiel der anderen Welt aufzugehen. Doch nach und nach passieren Dinge, die mit "Larp-Magie" nicht zu erklären sind. Polsterwaffen hinterlassen echte Wunden, Orks sehen gar nicht geschminkt, sondern sehr real aus, im Wald wachsen Pflanzen, die noch niemand gesehen hat, aus denen jedoch die Heilerin Tränke mit wundersamer Wirkung brauen kann ... Und dann findet eine bunt zusammengewürfelte Gruppe ein Artefakt und beginnt ein Ritual.
Es dauert eine Weile, bis sie akzeptieren, dass sie die Grenze zu einer anderen Welt überschritten haben, dass sie mehr und mehr ihre Larp-Charaktere und immer weniger die Menschen aus der bisher bekannten Welt sind, dass sie eine Aufgabe haben, die sie nicht kennen und um derentwillen sie nicht überall freundlich aufgenommen werden ...
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lab.drwicked.com
Excerpt:
"Bist du eigentlich lebensmüde?!" Alaria war so richtig schön in Fahrt. "In der Taverne zu sitzen ist eine Sache, aber Goraniel deine Börse zu zeigen und ihm dann auch noch zu glauben, wenn er behauptet, du hättest dein Geld versoffen?" Sie schüttelte den Kopf über so viel Leichtsinn.
Raphael sah sie wütend an. "Und woher hätte ich das bitte wissen sollen? Ich war noch nie in diesen Landen, schon vergessen? Und es steht ja wohl keinem Betrüger oder Dieb auf die Stirn geschrieben!" Er verschränkte die Arme vor der Brust und starrte sie aauffordernd an.
"Nein, aber ein Fettwanst, der ein Elb sein will, ist nie vertrauenerweckend, merk es dir einfach."
"Ach so, dann muss ich also auch jedem zu großen Zwerg und jedem Ork, der mich nicht sofort fressen will, misstrauen, ja? Ist es wirklich so einfach? Wer nicht ins Schema passt, ist schlecht? Na, dein Weltbild möchte ich haben!" Während Raphael und Alaria sich stritten, merkte Lars, wie viel Spaß ihm das machte, und es schien ihm, als ginge es Hanna nicht anders. Wütend zu spielen war entscheidend lustiger als wütend zu sein!
"Herrje, könnt ihr euren dämlichen Streit jetzt nicht mal lassen?" Gernot verdrehte die Augen. "Er konnte es doch wirklich nicht wissen, Al. Lass ihn in Ruhe. Für die Zukunft verstau deine Geldkatze aber besser, Raphael, denn sonst ist sie irgendwann wirklich weg und niemand kann sie dir wiederbringen." Er schnitt jedes weitere Wort mit einer Geste ab und kündete an, dass er sich um das Essen kümmern werde.
"Und anstatt euch zu streiten, macht euch lieber nützlich. Sammelt Feuerholz, bringt Wasser und zerschneidet das Gemüse." Raphael staunte - wollte Gernot wirklich ausgiebig kochen? Alaria sah seinen Blick und musste schon wieder gegen ihren Willen grinsen. "Glaub mir, Gernot ist der beste Koch weit und breit, nur eines kann er nicht: einfache, schnelle Gerichte. Und es ginge mit dem Teufel zu, wenn wir mal eine Mahlzeit bis zum Ende in Ruhe einnehmen könnten, normalerweise kommen immer irgendwelche Angriffe, Monster oder andere Zwischenfälle dazwischen. Komm, wir suchen Holz, vielleicht schaffen wir das, ohne uns zu streiten." Raphael war einverstanden, und sie zogen gemeinsam mit einem großen Korb auf dem schmalen Pfad in den Wald. Es gab so einiges an trockenem Holz zwischen den Bäumen, und sie kamen gut voran mit ihrer Suche. Plötzlich entdeckte Raphael einen auffällig bunten, recht großen Pilz.
"Schau mal, Alaria, was ist das denn?"
Sie betrachtete den Pilz näher. Er war sehr kunstvoll aus Pappe, Farbe und schaumstoff angefertigt und eindeutig Teil des Spiels. "Ein Gallhorn. Schmeckt widerlich, wird aber von alchemisten gerne in Tränken verwendet, die den Schmerz lindern sollen. Man sagt, der Pilz habe eine betäubende Wrikung, und ich denke, dass dies wohl stimmt. Wenn man zu viel davon isst, kann man aber auch daran sterben, also sei vorsichtig." Sie untersuchte den Pilz weiter und nahm schließlich ihren Dolch, um ihn abzuschneiden. Dabei stutzte sie, denn der Pilz schien wirklich am Boden festgewachsen zu sein - eher ungewöhnlich für eine Requisite. Schließlich zuckte sie die Schultern und schnitt den Pilz von seinem Fuß. Sollte die Orga doch meckern, dass sie ihre Pilze zerstörte, aber was gruben sie diese auch so fest ein?
Erst auf dem Rückweg fiel ihr auf, dass sie mit einer Polsterwaffe unmöglich einen so glatten Schnitt hätte machen können, ja, im Grunde genommen gar keinen. Sie zog ihren Dolch aus dem Stiefel, aber er war nach wie vor aus latexüberzogenem Schaumstoff. Achselzuckend steckte sie ihn wieder ein.
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Das Messer in der Linken, seiner starken Hand, den Hammer rechts, die Beine leicht gebeugt mit festem Stand in den Boden gerammt, so wartet er auf das, was kommen mag.
Der Drow rennt auf sie zu, weicht geschickt Alarias Pfeilen aus und bedenkt sie mit einem höhnischen Lachen.
"Du konntest noch nie gut zielen, meine lammfromme Schwester", schleudert er ihr grollend entgegen.
"Wärest du nicht schon längst dort, ich würde dich zur Hölle schicken!", entgegnet sie mit kaum geringerer Verachtung in der Stimme. Der nächste Pfeil sitzt und bleibt zitternd in seinem Kettenhemd stecken. Unglauben breitet sich auf seinem Gesicht aus, dann presst er die Hand auf die Wunde, Blut sickert zwischen seinen Fingern hervor, ohnmächtig fällt er zu Boden.
Hanna rennt zu ihm, schreit "Timeout!" und "Sani!" und starrt ungläubig auf das, was sie angerichtet hat.
Ihre Pfeile entsprechen den Larp-Kriterien, wurden alle geprüft, haben einen dicken Schaumstoffballen statt einer Spitze und fliegen schlecht, dafür hinterlassen sie auch keine realen Verletzungen. Wie kann es da sein, dass ihr Pfeil nun in der Schulter des gar nicht mehr furchterregenden NSC steckt, dessen Gesicht unter all der Schminke bleich ist und dessen Blut sein Hemd noch dunkler färbt, als es eh schon ist?
Der Ruf nach dem Sani breitet sich aus, kurz darauf kommt ein Spieler zu ihnen, beugt sich über den NSC und schüttelt den Kopf.
"Welcher Vollidiot schießt denn hier mit echten Pfeilen?"
"Es war meiner, aber ich habe keine echten ..." Hanna verstummt, es klingt zu blöd. Hatte sie versehentlich einen ihrer Sportpfeile mitgegriffen, als sie zuhause die Sachen gepackt hat? Aber wie ist der Pfeil dann beim Check-in übersehen worden? Trotzdem, es gibt keine andere Erklärung, und Hanna wird schlecht bei dem Gedanken, dass sie jemanden real verletzt hat.
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