Genre: Romance
About DieAndere
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Age:52
Favorite writers: Charlotte Link, Mave Binchy, Ken Follet, Andreas Eschbach,
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Non-noveling interests: Musik, Malen, Fotografieren
Joined date: Oktober 25, 2006
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Am Ende des Weges
an excerpt
Kapitel 1
Es könnte ein Zufall gewesen sein, dass sie dort in diesem roten Sportflitzer saß. Vielleicht hatte sie den Zug verpasst und ein Bekannter hatte sie mitgenommen.
Sie würde ihm davon erzählen, davon war Roland überzeugt.
„Habe ich ein Glück gehabt“, würde sie sagen und ihn dabei mit glänzenden Augen anschauen, „ein Bekannter kam gerade vorbei, als ich dich anrufen wollte, um dir zu sagen, dass mir der Zug mal wieder vor der Nase weggefahren ist.“
Aber sie sagte nichts, wo sie doch sonst immer alles im Detail berichtete, was ihr so widerfahren war. Das machte Roland stutzig. Wer war dieser Mensch, in dessen Wagen sie spazieren fuhr?
Er hätte nachfragen können, doch je mehr Zeit vergangen war, desto unsicherer wurde er. Vielleicht hatte er sich geirrt? Das war beinahe auszuschließen, denn ihr markantes Profil würde er unter tausenden erkennen.
Irgendwann rückten die Gedanken in den Hintergrund und der Alltag spülte sie fort. Roland hatte einige Termine, die ihn dazu zwangen mehrere Tage nicht zu Hause zu sein. Er rief Sina mehrmals am Tag an und erkundigte sich nach ihrem Befinden. Sie war stets gut gelaunt und versicherte ihm, dass sie sich darauf freue, wenn er endlich wieder in der Stadt sei und sie gemeinsam etwas unternehmen könnten.
Dann kam der Moment, in dem ihn seine Zweifel an Sinas Aufrichtigkeit wieder einholten.
In den letzten Wochen hatte die Freundin immer weniger Zeit für ihn gehabt. Stets hatte sie eine glaubhafte Ausrede parat. Einmal schob sie vor, unbedingte ein Referat vorbereiten zu müssen, ein anderes Mal hatte ihr Jugendfreund Liebeskummer und sie musste unbedingt als Seelentrösterin herhalten. Dann wieder war ihre Mutter krank und sie musste Besorgungen für sie erledigen. Natürlich fragte Roland nicht nach, er wollte nicht als eifersüchtiger Freund da stehen und bremste sich vorläufig.
Aber er beschloss, der Sache vorsichtig auf den Grund zu gehen und holte sie ohne Vorankündigung von ihrem Termin im Fitnessstudio ab. Dreimal wöchentlich hielt sich Sina dort fit, dabei hatte sie das bei ihrer wunderbaren Figur gar nicht nötig. Roland hielt ihren Fitnesswahn für völlig übertrieben.
„Was machst du denn hier?“, fragte Sina, als sie Roland erblickte. Unruhig schaute sie auf die parkenden Wagen und dann wieder auf die Armbanduhr.
„Hast du keine Zeit für mich?“ Robert hatte ihre Unruhe bemerkt und wenn er sich nicht täuschte, war sie ein wenig blass geworden. Sie wich seinem Blick aus.
„Eigentlich“, stammelte sie, doch Roland unterbrach sie.
„Eigentlich sollten wir jetzt zum Essen gehen, komm, ich lade dich ein!“
Sina biss auf ihre Unterlippe und überlegte. Es fiel ihr schwer, Roland abzuweisen, doch sie war bereits verabredet und wollte dieses Treffen auf keinen Fall versäumen. Toni reagierte sowieso leicht gereizt, wenn Sina einmal nein sagte.
„Roland, sei nicht böse, aber ich muss nach Hause. Morgen ist ein harter Tag für mich, ich möchte mich gern noch vorbereiten. Du weißt schon, das Referat in Bio!“
„Dann werde ich dich fahren, komm, mein Wagen steht gleich um die Ecke!“ Das klang wie ein Befehl und das machte Sina wütend. Entschlossen schüttelte sie den Kopf.
„Nein, ich bin mit dem Fahrrad da und werde jetzt direkt nach Hause fahren. Sei nicht böse, wir telefonieren morgen, ja?“
Sie stellte ihre Sporttasche auf den Boden und umarmte Roland, wobei sie ihm einen flüchtigen Kuss auf die Wange drückte. Dann ließ sie ihn stehen, holte ihr Rad aus dem Fahrradständer und schwang sich auf den Sattel.
„Bis später, einen schönen Tag wünsche ich dir!“, rief sie noch und fuhr ab.
„Du fährst wohl lieber mit Typen, die einen roten Sportwagen fahren“, murmelte Roland, doch Sina hörte ihn längst nicht mehr.
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